Aktion Österreich - Slowakei

Projekte der Aktion

Die Förderung von Projekten durch die Aktion Österreich – Slowakei ist als Hilfe zur Entwicklung und Verstärkung bilateraler – österreichisch-slowakischer – Partnerschaften in den Bereichen Hochschulbildung und Forschung zu sehen. Die Aktivitäten im Rahmen der geförderten Projekte sollen die bilaterale Zusammenarbeit von Hochschullehrern und Wissenschaftlern nachhaltig verbessern. Hauptsächlich wird Anbahnung und Erstumsetzung von förderfähigen Initiativen unterstützt. Einbindung von Partnern aus Drittländern in die Projekte ist möglich, deren Teilnahme an einem Projekt wird  jedoch  nicht aus den Mitteln der Aktion Ö – SK finanziert. Bei Projekten mit Partnern aus Drittländern muss die österreichisch-slowakische Zusammenarbeit  im Vordergrund stehen.

 

Bereiche der Förderung (Zielsetzung):

 

I. Kooperationsprojekte von jungen Forschenden

Die Projekte sollen die Karriereentwicklung von Doktoranden und Postdoktoranden durch eine engere Kooperation mit anderen Doktoranden und Postdoktoranden aus Österreich und der Slowakei unterstützen. Es werden Projekte mit folgenden Zielsetzungen bevorzugt gefördert:

  • Anbahnung neuer wissenschaftlicher Partnerschaften.
  • Gemeinsame Aktivitäten und Erfahrungsaustauch unter DoktorandInnen, die ein gemeinsames oder ähnliches Dissertationsthema untersuchen.
  • Gemeinsame Aktivitäten, die zur Habilitation führen.

Die Nachhaltigkeit der geförderten Kooperation ist anzustreben.

Gefördert werden ausschließlich die Aktivitäten der Doktoranden und Postdoktoranden. Die Teilnahme Dritter ist möglich, jedoch werden diese nicht aus Mitteln der Aktion Ö – SK finanziert.

 

II. Gemeinsam betreute Doktorate

Für die Steigerung wissenschaftlicher Qualität bei angehenden Forschern ist es wichtig, verschiedenen wissenschaftlichen Schulen ausgesetzt zu sein, ihre Vorgangsweisen zu studieren und kritisch zu betrachten, und somit im Hinblick auf verschiedene Impulse die eigene wissenschaftliche Arbeit zu verbessern. Um dies zu unterstützen, fördert die Aktion die Kooperation von Teams aus Doktoranden und deren Betreuern aus Österreich und der Slowakei, wobei im Mittelpunkt des Interesses die gemeinsame Betreuung von einem oder mehreren Doktoranden durch mindestens einen österreichischen und einen slowakischen Betreuer steht.


Bei Zusage der Förderung werden folgende Aktivitäten unterstützt:

  • Mobilitätskosten für gemeinsame Treffen des Doktoranden und der Betreuer (zum Zweck von Ideenaustausch/Konsultationen oder Durchführung eines Experiments/Forschungvorhabens),
  • Aktive Teilnahme des Doktoranden an einschlägigen wissenschaftlichen Konferenzen (vor allem international),
  • Organisation von fach- bzw. themenspezifischen Kolloquien für Doktoranden, wo ein Austausch unter Doktoranden mit ähnlichem Thema stattfinden kann (solche Kolloquien sollen Doktoranden aus anderen Institutionen der beiden Ländern zugänglich sein),
  • Mobilitätskosten für internationale Gutachter, wenn keine institutionellen Eigenmittel dafür verwendet werden können und die Teilnahme solcher Gutachter eindeutig zur Steigerung der wissenschaftlichen Qualität der Doktorarbeit beiträgt.

Es wird erwartet, dass als Output des Projekts mindestens ein Artikel (mit dem Doktoranden als Koautor) in einer wissenschaftlich relevanten Fachzeitschrift publiziert wird.
Gefördert werden die Aktivitäten der Doktoranden, deren Betreuern und Gutachter. Die Teilnahme Dritter ist möglich, jedoch werden diese nicht aus Mitteln der Aktion Ö – SK finanziert.

 

III. Organisieren von österreichisch-slowakischen Trainings

Aus den Mitteln der Aktion Ö – SK wird die Organisation bilateraler Schulungen für Doktoranden gefördert. Die Schulungen sollen zur Verbesserung von Fachkompetenzen oder Soft Skills (wie Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten, Projektmanagement, o. Ä.) beitragen – es werden solche Projekte bevorzugt gefördert, die beide Trainingskomponente (also Verbesserung von Fachkompetenzen sowie von Soft Skills) in sich vereinen.

Es werden prioritär Projekte gefördert, in deren Rahmen Schulungen für Doktoranden durchgeführt werden; auch die Teilnahme von Studierenden an solchen Schulungen kann in begründeten Fällen gefördert werden. Obligatorisch ist allerdings die Beteiligung von Doktoranden aus beiden Ländern.

 

IV. Organisieren von österreichisch-slowakischen Sommersprachkursen

Aus den Mitteln der Aktion Ö – SK wird die Organisation bilateraler Sprachkurse gefördert, wobei im Rahmen solcher Sprachkurse die slowakischen Studenten Deutsch und österreichische Studenten Slowakisch lernen sollen. Freizeitaktivitäten bei solchen Sommersprachkursen sollen so gestaltet werden, dass die Studenten ihre im Unterricht erworbenen Kenntnisse bestmöglich anwenden können. Es wird ein Eigenbeitrag von Teilnehmern (50 EUR von Slowaken, 50 EUR von Österreichern) zur teilweisen Deckung der Organisationskosten des Sommersprachkurses erwartet. Diese Art von Projekten darf nicht mit den individuellen Sommersprachkursstipendien der Aktion kombiniert werden.

 

V. Organisieren von Vortragsreihen herausragender Wissenschaftler von einem Partnerland im anderen Partnerland

Aus den Mitteln der Aktion Ö – SK wird die Organisation von Vortragsreihen herausragender Wissenschaftler aus Österreich in der Slowakei, und aus der Slowakei in Österreich gefördert. Das Ziel ist die Unterstützung von Keynotespeakern, Vortragsreihen und Anregung des Austausches neuester wissenschaftlichen Erkenntnisse in jeweiligen Fachbereichen. Bei den Vortragenden soll es sich ausschließlich um Wissenschaftler mit außerordentlichen Resultaten in ihrer wissenschaftlichen Arbeit handeln. Die Vorträge sollen nicht nur für die wissenschaftliche Gemeinde der Gastinstitution gehalten werden, sondern auch für die Studierenden, zukünftigen Studierende und andere Interessenten auch von außerhalb der Gastinstitution kostenfrei offen sein.
Das Höchstlimit für die Finanzierung durch die Aktion ist 5 000 EUR. Es wird erwartet, dass auch die Gastinstitution einen finanziellen Beitrag zur Durchführung des Projekts leistet. Durch die Aktion werden im Rahmen der Projekte des Bereichs V. hauptsächlich Aufenthalts- und Mobilitätskosten finanziert (die Honorare werden nicht erstattet).

 

Förderungsfähigkeit der Projektteilnehmer:

1. Institutionszugehörigkeit:

a) für Projektteilnehmer aus Österreich gilt folgendes:

  1. Antragstellende und Partner bzw. Partnerinnen auf österreichischer Seite können Angehörige der staatlichen Universitäten, der Akademie der Wissenschaften, der überwiegend vom BMWFW finanzierten Fachhochschul-Studiengänge und Angehörige der Pädagogischen Hochschulen (siehe Liste – Beilage 1) sein.
  2. Weitere Partner bzw. Partnerinnen (aber immer nur in Verbindung mit einer an den unter Punkt 1. genannten Institution tätigen Person) auf österreichischer Seite können weiters Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen in Archiven, Bibliotheken oder Museen sein, deren Bestände für die Durchführung des Projektes notwendig sind.

b) für Projektteilnehmer aus der Slowakei gilt folgendes:

  1. Antragstellende und Partner bzw. Partnerinnen auf slowakischer Seite können Angehörige der staatlichen und öffentlichen Hochschulen und der Slowakischen Akademie der Wissenschaften sein.
  2. Weitere Partner  bzw. Partnerinnen (aber immer nur in Verbindung mit einer an den unter Punkt 1. genannten Institution tätigen Person) auf der slowakischen Seite können weiters Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen in Archiven, Bibliotheken oder Museen sein, deren Bestände für die Durchführung des Projektes notwendig sind.

An Projekten des Bereichs III. (Doktorandentrainings) kann als Antragsteller oder Partner auch eine NGO aus der Slowakei oder aus Österreich teilnehmen, jedoch nur in Verbindung mit einer förderungsfähigen Hochschule des jeweils anderen Landes.

2. Weitere Definitionen:

Unter jungen Forschenden sind folgende Personen zu verstehen:

a) Doktoranden – eingeschriebene Studierende des PhD-Studiums (bzw. in Österreich auch des Doktoratstudiums) an einer förderungsfähigen Institution,

b) Postdoktoranden – Wisschenschafter an einer förderungsfähigen Institution, die schon ein Doktorat (PhD.) verliehen bekamen, seit der Verleihung des Doktortitels (PhD.) jedoch nicht mehr als 10 Jahre vergangen sind; bei der Förderung durch Projekte der Aktion steht bei Postdoktoranden die Habilitation oder Berufung zum Professor einer Bewilligung der Förderung nicht entgegen, wenn die oben genannten Kriterien erfüllt sind.

Förderungsfähige Ausgaben:

Finanzielle Mitteln der Aktion dürfen für folgende Bereiche benutzt werden (wenn nicht anders spezifiziert):

  • Mobilitätsausgaben (Reisekosten, Nächtigung und Tagesgeld/Stipendien; als Reisekosten gelten nur die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel; bei der Planung der Mobilitätsausgaben sind die von der Aktion vorgeschriebenen Tagessätze zu beachten – siehe Beilage 2),
  • andere begründete Ausgaben (in diesem Falle ist schon in der Kostenaufstellung die Notwendigkeit solcher Ausgaben ausreichend zu begründen; es kann um Herstellung von Unterrichtsmaterialien, Kommunikationskosten usw. gehen).

 

Finanzierung von Gehältern/Honoraren ist in der Regel nicht gestattet, mit folgenden Ausnahmen:

  • die Erstattung der Gehälter von Lektoren und Vortragenden ist bei Projekten der Förderungsbereiche III. (Doktorandentrainings) und IV. (Sommersprachkurse) zugelassen,
  • Honorare für Aushilfskraft sind in begründeten Fällen zugelassen (mit Ausnahme des Förderungsbereichs V.).

In beiden Ausnahmefällen sind aber die Richtlinien der Aktion für die Kostenaufstellung zu befolgen (Beilage 2).

Förderungsdauer

Für Projekte gilt generell die Maximalförderungsdauer von 12 Monaten, mit Ausnahme von Projekten im Bereich III. „Organisieren von österreichisch-slowakischen Trainings“ mit der Maximalförderungsdauer von 24 Monaten. Förderung von gleichen Projekten im Falle eines Neuantrags nach einer Bewilligung des ersten (ursprünglichen) Projekts, sowie Förderung von „Follow-up“-Projekten wird nicht bewilligt.

Projektantrag und Einreichverfahren

Die Projektanträge sind on-line auf der Webseite www.scholarships.at auszufüllen. Um das Projekt einreichen zu können, muss man sich zuerst registrieren.

Zur Einreichung eines Projektes sind erforderlich:

  1. Antragsformular (ist auf Deutsch oder Englisch auszufüllen) – das Antragsformular beinhaltet schon den Teil „Kostenaufstellung“ (Mobilitätskosten und Andere Kosten).
  2. Projektbeschreibung, dessen Umfang drei Seiten nicht übersteigt. Das Exposé soll in allgemein verständlicher Form abgefasst sein, eine Darstellung der fachlichen Problematik und der wissenschaftlichen Zielsetzungen, das geplante Arbeitsprogramm und die zu erwartenden Projektergebnisse des Kooperationsprojektes enthalten und die Bedeutung der Zusammenarbeit, die wissenschaftlichen Synergieeffekte, eventuelle europäische (bestehende oder künftige Beteiligung an einem EU-Programm) und sonstige internationale Perspektiven, sowie bestehende oder zu erwartende Aussichten auf anwendungsbezogene Umsetzung der Ergebnisse anführen. Die beteiligten Institute sollen das jeweilige Interesse an der Zusammenarbeit klar zum Ausdruck bringen.
  3. Durchführungsplan (Zuordnung der einzelnen Aktivitäten zum Projektteam, Zeitplan).
  4. Schriftliche Zustimmung und Unterstützungserklärung der im Projekt beteiligten Partnerorganisationen. Die „Zustimmung und Unterstützungserklärung“ ist in der Slowakei vom Dekan der Fakultät, bzw. vom Direktor des Instituts der Slowakischen Akademie der Wissenschaften zu unterzeichnen. In Österreich muss die Erklärung vom Institutsleiter an einer Hochschule, bzw. ÖAW unterzeichnet werden.

Es ist erwünscht, dass die Projektpartner auch Eigenleistung oder Zusatzfinanzierung ins Projekt mitbringen. Wenn vorhanden, kann diese Eigenleistung oder Zusatzfinanzierung in einer Sonderbeilage des Projekts erläutert werden (samt dem finanziellen Wert, wenn möglich).

 

Einreichstelle:

  

Einreichtermine:

  • Projekte der Bereiche I., II. und V.: 15. März, 15. Mai, 15. Oktober

  • Projekte des Bereichs III: 15. März.

  • Projekte des Bereichs IV: 15. Oktober.

 

WICHTIG:

Das Projektbeginn kann frühestens drei Monate nach dem in Aussicht genommenen Einreichtermin angesetzt werden.

Ab 15. 5. 2015 sind die Projektaträge auf der neuen Seite www.scholarships.at einzureichen (direkt: https://www.scholarships.at/login/login.aspx?DataFormID=1257). Projektanträge, die vorher eingereicht wurden, können die Antragsteller nach Einloggen auf der alten Seite www.projekt.aktion.saia.sk sehen.

 

Bemerkungen:

 

  • Es wird ein gemeinsamer Projektantrag der kooperierenden Institutionen (Personen) erstellt und bei der Geschäftsführung der Aktion Österreich - Slowakei in Bratislava eingereicht. Ergänzende Auskünfte erteilen die Geschäftsführung in Bratislava (SAIA, n. o.) und das Zentrum für Internationale Kooperation & Mobilität (ICM) der OeAD-GmbH in Wien (www.oead.at).
  • Die Kostenaufstellung muss nach Kalenderjahren gegliedert werden.
  • Die Kostenaufstellung muss klar die für die beantragte Aktivität vorgesehenen Eigenmittel und deren Verwendung enthalten.
  • Mangelhafte, unvollständige oder zu spät eingebrachte Projektanträge werden nicht in das Beurteilungsverfahren des Leitungsgremiums aufgenommen.
  • Eine rückwirkende Unterstützung von Kooperationsaktivitäten ist nicht möglich, sodass der Projektbeginn frühestens drei Monate nach dem in Aussicht genommenen Einreichtermin angesetzt werden kann.